Wetter und Webcam in Freiburg am Münster und auf dem Marktplatz

Im Auftrag der Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau entstand diese Webcam in der Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg mit Blick auf das Freiburger Münster und den Marktplatz. Rechts vom Turm steht das Historische Kaufhaus mit seiner roten Fassade, im Hintergrund erhebt sich der Schloßberg mit dem Greiffenegg-Schlössle. Der Turm am rechten Bildrand ist das Schwabentor.

Webcam Tages-Rückblick

Errichtet wurde das Freiburger Münster zwischen 1200 und 1513. Gut drei Jahrhunderte Bauzeit – aus heutiger Sicht eine unendlich lange Periode, doch gemessen an den damaligen Baubedingungen ging es recht zügig voran. (Zum Vergleich: Bis zur Vollendung des Ulmer Münsters verstrichen gut 500 Jahre.) Das Freiburger Münster zählt zu den frühesten gotischen Sakralbauten, die noch im Mittelalter fertiggestellt wurden. Den Anstoß zum Bau gab Berthold V. von Zähringen, denn die ursprüngliche Pfarrkirche war für die wachsende Einwohnerzahl zu klein geworden. Zunächst begann man im spätromanischen Stil nach dem Vorbild des Basler Münsters (heute noch gut am Querschiff zu erkennen), doch ab 1230 setzte sich der Stil der französischen Gotik durch.

Wegen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen in der Türmerstube und im Glockenturm bleibt der Turm im ganzen Jahr 2017 für den Besucherverkehr geschlossen.

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Eine Besonderheit: Das Münster gehörte die längste Zeit nicht der Kirche, denn um 1250 übernahmen die Bürger die Verantwortung für den Bau und richteten zahlreiche Stiftungen ein. Seit Ende des 19. Jahrhunderts sorgt der gemeinnützige Freiburger Münsterbauverein für die Erhaltung. Dass der Turm überhaupt noch steht, ist angesichts der starken Zerstörungen Freiburgs durch die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg keine Selbstverständlichkeit. Auch die bunten Glasfenster – teilweise gestiftet durch die Handwerkszünfte – sind größtenteils noch im Originalzustand erhalten, da man sie während des Krieges entfernte und an einem sicheren Ort aufbewahrte. Restauriert und erweitert wurde das Repertoire um 1900 durch den Glaskünstler Fritz Geiges. Seine Ergänzungen sorgten damals für heftige Kritik und auch heute noch erhitzt das Thema viele Gemüter.

Immer montags, samstags und sonntags findet jeweils um 14 Uhr eine einstündige, offene Münsterführung statt. Der Preis beträgt 5 Euro, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Text: Jan Schwab