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Blick vom Schloßberg auf das Schwabentor


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Blick vom Schloßberg auf das Schwabentor, eines der beiden noch erhaltenen Stadttore Freiburgs - und wichtiger Bestandteil eines jeden Stadtrundgangs. Dabei wäre es Ende des 19. Jahrhunderts beinahe den Verkehrsplanern zum Opfergefallen, denen das Tor ein Dorn im Auge war, denn die ersten Straßenbahngleise waren damals in Planung. Dass wir das Schwabentor noch heute bewundern können, ist dem damaligen Oberbürgermeister Otto Winterer zu verdanken, der sich für den Erhalt des Tores einsetzte.


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Ursprünglich errichtet wurde das Schwabentor um 1250 als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Um die vorletzte Jahrhundertwende sorgte der Architekt Carl Schäfer dafür, dass das ursprünglich 26 Meter hohe Bauwerk auf satte 65 Meter aufgestockt wurde, denn die Häuser in der unmittelbaren Umgebung waren im Laufedes 19. Jahrunderts in die Höhe geschossen und überragten inzwischen das Stadttor.

Ab 1901 schmückte ein Treppengiebel nach dem Vorbild norddeutscher Stadttürme das Schwabentor, allerdings sucht man heute vergeblich danach - vielen Freiburgernpasste dieser „Stilbruch“ nicht, so dass man Mitte der 1950er Jahre den oberen Teildes Turmes Stein für Stein wieder abtragen ließ und ein schlichtes Zeltdach aufsetzte, das dem ursprünglichen Zustand näherkommt. Im Inneren des Turms kann ein ehrenamtlich geführtes Museum, die Zinnfigurenklause, besucht werden.

Text: Jan Schwab